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13.11.2017, 18:11 Uhr
EAK-Jahreshauptversammlung
 Am 10. November wurde der Kreisvorstand des Evangelischen Arbeitskreises neu gewählt. Nach dem Wegzug von Monika Reichardt hatte kommissarisch Dr. Christian Herrmann den Kreisvorstand bis zum Ende der Wahlperiode übernommen. Bei der Neuwahl wurde er zum Kreisvorsitzenden gewählt. Reinhart Böhm amtiert weiter als stellvertretender Kreisvorsitzender, Martin Reisüber als Kassenwart. Der Vorstand umfasst jetzt sechs Beisitzer: Ernst Decker, Gerhard Glaser, Tobias Kirn, Tobias Krämer, Ulrike Schaude-Eckert, Marianne Reisüber.
 EAK-Jahreshauptversammlung

Am 10. November wurde der Kreisvorstand des Evangelischen Arbeitskreises neu gewählt. Nach dem Wegzug von Monika Reichardt hatte kommissarisch Dr. Christian Herrmann den Kreisvorstand bis zum Ende der Wahlperiode übernommen. Bei der Neuwahl wurde er zum Kreisvorsitzenden gewählt. Reinhart Böhm amtiert weiter als stellvertretender Kreisvorsitzender, Martin Reisüber als Kassenwart. Der Vorstand umfasst jetzt sechs Beisitzer: Ernst Decker, Gerhard Glaser, Tobias Kirn, Tobias Krämer, Ulrike Schaude-Eckert, Marianne Reisüber.

Mit Dankbarkeit wurde auf die Aktivitäten des EAK während der letzten zwei Jahre zurückgeblickt. Michael Moroff nannte in seinem Grußwort den EAK das "Werte-Gewissen der CDU". Marc Biadacz MdB hob die in keiner anderen Partei in derselben Weise gegebene Möglichkeit hervor, den christlichen Glauben und die sich daraus ergebenden Impulse für politisches Handeln zu thematisieren.

Christian Herrmann stellte in einem Grundsatzreferat über "Das christliche Menschenbild - inhaltliche Orientierung oder Floskel in der Politik?" einige inhaltliche Grundlinien des Selbstverständnisses christlich-demokratischer Politik heraus. konkurrierende Weichenstellungen in der theologischen Begründung politischer Ethik ein. Er grenzte sich dabei von einer politischen Theologie ab, deren politische Bündnispartner meist in linken Parteien zu finden sind. So macht es einen Unterschied, ob man von Gottes Tun als Schöpfer und Erlöser ausgeht (Gabe) oder der Mensch sich und die Welt als Aufgabe in eine erst zu schaffende Zukunft entwirft. Damit hängt zusammen, ob der Mensch von Gott her betrachtet wird oder aber Gottes Wirklichkeit im geforderten Tun der Menschen ununterscheidbar aufgeht. Die politische Theologie raubt dem Evangelium seinen tröstlichen Zuspruchs-Charakter und bürdet den Menschen ein innerweltliches Gesetz auf. Dem steht Luthers Unterscheidung und dynamische In-Beziehung-Setzung von Gesetz und Evangelium gegenüber. Christliches Menschenbild heißt auch: Unverfügbarkeit menschlichen Lebens, Freiheit durch Bindung bzw. in Verantwortung, Gleichheit am Anfang und nicht am Ende, Würdigung des Unterschieds statt Egalitarismus, Rechnen mit der Macht des Bösen statt Utopien oder Spekulieren auf das Gute im Menschen. Problematisch ist das Ausspielen sog. neuer Menschenrechte (z.B. ein "Recht auf Abtreibung", Recht auf ein Kind, auf Eheschließung aller u.s.w.) gegen die traditionellen, in der Schöpfung begründeten Menschenrechte. Mit dem christlichen Menschenbild gehen allerdings bestimmte Inhalte und Werte bzw. Normen einher, die unveränderbar und ewig, stets auch widerständig zu den faktischen Verhältnissen und Verhaltensweisen sind. Es ist nicht alles mit dem christlichen Menschenbild zu begründen.

Christian Herrmann